Ehemalige Kirche St. Mariä Himmelfahrt

Mit einem feierlichen Gottesdienst hat sich die Kirchengemeinde am 31.12.2010 von der Marienkirche verabschiedet. Sie ist jetzt geschlossen und wird derzeit einer neuen Nutzung im Bereich Seniorenwohnen zugeführt.

Im Turm, der auch weiterhin im Eigentum der Pfarrgemeinde bleiben wird, befinden sich sechs Bronzeglocken, die in der Gescherer Glockengießerei „Petit und Edelbrock“ 1959 gegossen worden sind. Auch nach der Profanierung der Marienkirche erklingt das schöne und mächtige Geläut regelmäßig und unterstützt das Geläut von St. Pankratius.

1. Marienglocke, Ton A°, Durchmesser: 1,92 m, 4.585 kg
2. Antoniusglocke, Ton C', Durchmesser: 1,58 m, 2.534 kg
3. Piusglocke, Ton E', Durchmesser: 1,16 m, 1164 kg
4. Augustinusglocke, Ton G', Durchmesser: 1,03m, 678 kg
5. Ludgerusglocke, Ton A', Durchmesser: 0,91 m, 472 kg
6. Angelusglocke, Ton H', Durchmesser: 0,81 m , 331 kg

Die Glocken können unter folgendem Link gesehen und gehört werden:

www.youtube.com/watch?v=YQgmB-nn4dE

Im Turm der Kirche wird in der nächsten Zeit ein Andachtsraum eingerichtet werden, der zu Stille und Gebet einladen soll.

Adresse: Gartenstr. 5, 48712 Gescher

Erster Spatenstich auf dem Marien-Areal

Abbrucharbeiten beginnen nach Ostern.

Das Areal rund um die profanierte Marienkirche ist bereits mit Bauzäunen umgeben, die belegen, dass die Arbeiten zur Herrichtung des sogenannten "Marien-Quartiers" in Kürze beginnen werden.

Am Dienstag der Karwoche wurde für diese umfangreichen und über 7 Millionen Euro teuren Arbeiten der "Startschuss" gegeben. Bürgermeister Thomas Kerkhoff, Uwe Kleppel von der Volksbank im Märkischen Kreis (Investor), Matthias Brinkmann vom Dekanatscaritasverband Borken, Sebastian Janik von der Echterhage Holding GmbH & Co. KG aus Neuenrade (Investor), Pfarrer Ralph Forthaus und Architekt Peter Bastian aus Münster (auf dem Bild von links nach rechts) tätigten den "ersten Spatenstich" und wünschten dem Projekt, das sich in der Gescheraner Bevölkerung großer Akzeptanz erfreut, ein gutes Gelingen.

Derzeit laufen die Bauarbeiten in und an der ehemaligen Marienkirche; 50 Wohneinheiten für ältere Menschen errichten werden. Hier ist der Flyer der Fa. Ecoplan.

Wohnen in der ehemaligen Marienkirche

In wenigen Wochen möchte die Objektverwaltung ICO.PLAN aus Coesfeld loslegen: Dann sollen die Bauzäune aufgestellt, das ehemalige Pfarrhaus und der TOT an der Marienkirche abgerissen und mit den Um- und Neubauten zur Realisierung des Marienquartiers begonnen werden. Zuvor muss allerdings noch die Baugenehmigung für das stadtbildprägende Vorhaben erteil und der Erbpachtvertrag mit unserer Pfarrgemeinde unterzeichnet werden.

In der ehemaligen Kirche und daneben sollen insgesamt 38 Wohnungen von 55-92 Quadratmetern Größe entstehen, die unter dem Thema "Service Betreuung und Pflege" an Senioren vermietet werden sollen. In der ehem. Kirche selbst werden neben den Wohnungen auf zwei noch einzuzuiehenden Ebenen eine Wohngemeinschaft mit 12 Appartements (25-34 Quadratmeter) und den dazugehörigen Gemeinschaftsräumen errichtete sowie ein Gesundheitszentrum (Haar und Kosmetik, Fußpflege, Sport und Physiotherapie) aufgebaut.

Der Caritasverband für das Dekanat Borken wird im Quartier die individuelle Betreuung, Beratung und die Notruforganisation übernehmen. Auch wird die Vermittlung weiterer Hilfen und Dienste angeboten.

HIER ist ein Flyer mit näheren Informationen einzusehen.

Kontakt und Beratung:
Caritas Pflege und Gesundheit
Marion Homann: 0 25 42 / 76 96
Angela Büscher-Wewers: 0 28 61 / 94 58 10

Objektverwaltung:
ECO-PLAN
0 25 41 / 926 29-0

Investor übergibt Bauantrag für das Marien-Areal

Sobald der Bauantrag genehmigt ist, sollen der Öffentlichkeit die genauen Pläne und Möglichkeiten des Objektes vorgestellt werden.

Die Entwicklung des Areals rund um die ehemalige Marienkirche machte einen wichtigen weiteren Fortschritt: Die Firma ECO-Plan, vertreten durch die Gesellschafter Herrn Manfred Höne und Frau Ruth Orthaus-Echterhage, und der Zuständige Architekt Peter Bastian konnten im Beisein von Pfarrer Ralph Forthaus und den Kirchenvorstandsmitgliedern Franz-Josef Elsing und Franz-Josef Düchting den vier Ordner umfassenden Bauantrag am Dienstag, 11. August 2015 vor dem Portal des ehemaligen Gotteshauses an Bürgermeister Hubert Effkemann übergeben.

Wenn alles gut läuft, können bereits im Oktober die Bagger anrollen, um das alte Pastorat, das Pfarrheim und das dahinter liegende Wohnhaus abzureißen. Falls die Witterung des zulässt, soll danach unverzüglich mit dem Ausbau der Marienkirche und dem Neubau von drei dreigeschossigen Wohngebäuden begonnen werden. Bis Anfang 2017 sollen so 6,5 Millionen Euro verbaut werden. Entstehen sollen insgesamt 38 behindertengerechte Wohnungen unterschiedlicher Größe, eine Seniorenwohngemeinschaft mit zwölf Plätzen und ein Gesundheitszentrum mit Physiotherapie, Fußpflege, Kosmetik und Friseur. Sämtliche Wohnungen sollen vermietet werden.

Das Gesamtprojekt soll nach der Genehmigung des Bauantrags der interessierten Öffentlichkeit in einer Abendveranstaltung vorgestellt werden.

Ab dem Frühjahr 2016 können Interessierte dann mit der Caritas Kontakt aufnehme, um sich über das Wohn- und Betreuungskonzept im Marien-Quartier zu informieren. Die Caritas, die ja direkt benachbart beheimatet ist, bietet den Senioren eine große Auswahl an Betreuungs- und Serviceleistungen.

Unsere Pfarrgemeinde wird parallel zu den Arbeiten den Kirchturm, der im Eigentum der Pfarrei bleibt, renovieren. In der ehemalige Sakristei soll in diesem Zuge ein ansprechender Gebetsraum entstehen. Auch hierfür konnte bereits der Architekt Peter Bastian gewonnen werden.

Gescher kann sich also auf in attraktives Seniorenwohnen im Zentrum der Stadt freuen.

Die profanierte Marienkirche wurde ausgeräumt

Viele werden es bemerkt haben: In der profanierten Marienkirche wurden in den letzten Tagen sakrale Kunstwerke und Kirchenbänke ausgeräumt bzw. ausgebaut.

Die Arbeiten wurden von einer Fachfirma durchgeführt, damit die ehemalige Kirche sobald als möglich der Firma ECO-Plan aus Coesfeld übergeben werden kann, die im Gebäude Wohnungen, eine Wohngruppe und therapeutische Angebote für Senioren einbauen möchte.

Die Arbeiten wurden nach Rücksprache mit dem Kirchenvorstand von der Abteilung Kunstpflege des Bischöflichen Generalvikariats in Münster ausgeschrieben und beauftragt. Die Kosten für die Arbeiten übernimmt in Gänze das Bistum Münster. Die Eigentumsrechte an den Kunstwerken, die in eigens dafür vorgesehenen Magazinen eingelagert werden, verbleiben bei unserer Pfarrgemeinde. Pfarrer Ralph Forthaus ist erleichtert: "So ist sichergestellt, dass die Kunstwerke nicht unter die Räder kommen und bei Gelegenheit eine neuen Verwendung zugeführt werden können."

Ausgebaut bzw. ausgeräumt wurden der Altar, der Ambo, der Tabernakel, der Priestersitz, die Rosenkranzbilder hinter dem Tabernakel, das Marienbild mit Motiven aus der lauretanischen Litanei, die Mosaiken in den Fußböden, die Madonna von Bücker, die Madonna von Heiermann, das Altarkreuz, die Sakristeiglocke, der Taufstein, die bronzenen Gitter der Marienkapelle und die Apostelleuchter. Auch diverse Kerzenständer und andere sakrale Gegenstände wurden gesichert.

Die Schränke aus der Messdienersakristei wurden auf Anfrage hin an die Pfarrgemeinde St. Martinus in Greven abgegeben.

Die Kirchenbänke sind vom Malteser-Hilfsdienst an eine Pfarrgemeinde in Koszalin (Köslin, Westpommern, Polen) vermittelt worden.

Neue Verwendung für die Marienkirche

Gescher (pbm). Die entscheidende Weiche für die Zukunft der 2011 profanierten Marienkirche und ihres Umfelds in Gescher ist gestellt: Die Jury des von der Kirchengemeinde St. Pankratius und St. Marien mit dem Bistum Münster ausgelobten Architektenwettbewerbs hat einstimmig beschlossen, dass der Entwurf des Büros Bastian Architekten aus Münster weiter verfolgt werden soll. Für den Entwurf haben sich gestern auch Kirchenvorstand und Pfarreirat ausgesprochen. Die Planung sieht auf der insgesamt rund 6.380 Quadratmeter großen Fläche zeitgemäßes betreutes Wohnen für Senioren und gegebenenfalls ergänzende Dienstleistung vor. Ein entsprechendes Wohnkonzept auf Investorenbasis wurde zuvor zwischen der Kirchengemeinde und dem Caritasverband Borken aufgrund von Erfahrungen an anderen Orten im Kreis Borken erstellt.

Konkret soll im ehemaligen Kirchengebäude eine ambulante Wohngemeinschaft mit zwölf Plätzen für erhöht pflegebedürftige Menschen entstehen. Ergänzt wird diese durch drei würfelförmige Gebäude, die auf dem Gelände südlich der Kirche errichtet werden. Sie bieten weiteren Platz für betreute Wohneinheiten unterschiedlicher Größen.

Die 17-köpfige Jury aus Vertretern der Stadt, der Kirchengemeinde, des Bistums, des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, des Caritasverbands, des Kreises Borken und des Initiativkreises Marienkirche überzeugte vor allem der hohe Grad der Nutzung des ehemaligen Kirchraums durch Wohneinheiten bei einem respektvollen Umgang mit dem „Typus der Kirche“. Der erfolgreiche Entwurf bietet aus Sicht der Jury das größte Potenzial, um dort das gewünschte Wohnkonzept umzusetzen.

Weitere Entwürfe hatten die Büros Bock – Neuhaus – Partner aus Coesfeld sowie Winkelmann – Matzken aus Bocholt eingereicht.

Als nächstes müssen die nötigen planungsrechtlichen Schritte in Form einer Bebauungsplanänderung durch die Kommune auf den Weg gebracht werden. Parallel wird mit dem Architekturbüro und dem Investor das Nutzungskonzept weiter abgestimmt und die im Wettbewerb vom Planer angebotenen Rahmenbedingungen in Vertragsverhandlungen konkretisiert.

Die im Wettbewerb diskutierten Entwürfe sind vom 13. bis zum 19. September im hinteren Bereich der Pfarrkirche St. Pankratius für die interessierte Öffentlichkeit einsehbar.

Architektenwettbewerb zur Umnutzung der Marienkirche läuft jetzt

Jury kürt voraussichtlich im September den Sieger

Gescher (pbm). In der Frage der Umnutzung der Marienkirche und des umliegenden Grundstücks gibt es Neuigkeiten. Am Dienstag (13. Mai) fand das sogenannte Kolloquium statt, mit dem der von der Kirchengemeinde St. Pankratius und St. Marien ausgeschriebene Architektenwettbewerb in die entscheidende Phase geht. Anwesend waren Vertreter der sechs teilnehmenden Architekturbüros aus Bocholt, Coesfeld und Münster, außerdem Mitglieder der 17köpfigen Jury, der Vertreter der Stadt, der Kirchengemeinde, des Bistums, des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, des Caritasverbands, des Kreises Borken und des Initiativkreises Marienkirche angehören.

Zweck des Kolloquiums war es zunächst, den Architekturbüros ergänzend zu den ihnen ausgehändigten schriftlichen Auslobungsunterlagen mündlich die Aufgabenstellung zu erläutern. Ergänzend legte die Jury dar, welche Kriterien sie anlegen wird, um aus den eingehenden Einreichungen den Wettbewerbsgewinner zu ermitteln. Die Vertreter der Architekturbüros nutzten schließlich die Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen, die umfassend beantwortet wurden.

Die teilnehmenden Architekturbüros haben nun bis Ende Juli die Gelegenheit, ihr Vorschläge für eine künftige Gestaltung und Nutzung der profanierten Marienkirche und des umgebenden Grundstücks ‚Kleiner Kamp‘ zu entwickeln und einzureichen, aus dem auch die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Konzeptes hervorgehen muss. Dazu bilden die Architekturbüros jeweils zusammen mit einem Investor ein Bewerberteam.

Auf den insgesamt rund 6.380 qm sollen innovative Wohnformen für ältere Menschen entstehen, wobei passende Nutzungen wie Läden, Praxen oder Sozialeinrichtungen hinzukommen können. Auf dem Gelände eine Seniorenwohngemeinschaft für zwölf erhöht pflegebedürftige Personen betrieben werden. Außerdem sollen dort 25-38 barrierefreie Ein- bis Zwei-Personen-Appartements für Betreutes Wohnen für Senioren mit Betreuungsbedarf realisiert werden. Dafür soll auch ein Büro für einen Betreuer und ein Gemeinschaftraum für Veranstaltungen und private Feiern eingeplant werden. Bei der Umnutzung der Marienkirche ist der Denkmalschutz zu beachten, hinzu kommende Gebäude müssen dem Planungsrecht entsprechen und sollen zum Umfeld passen.

Die Jury wird voraussichtlich im September tagen und entscheiden, welche der vorgelegten Konzeptionen den Architektenwettbewerb gewinnt.

Text:
Martin Wißmann, Bischöfliche Pressestelle des Bistums Münster