72 Std.Aktion der kath. Jugendverbände

-Text und Fotos: Franz-Josef Schulenkorf-

Die Jugendlichen daddeln den ganzen Tag am Handy, surfen, chaten oder chillen“ - ein Vorurteil das durch die 72-Stunden-Aktionen widerlegt ist. In der Glockenstadt trafen sich die Messdiener, die Pfadfinder und die Kolpingjugend um an sozialen oder ökologischen Projekten zu arbeiten. Dabei stellten sie sich ein ehrgeiziges Ziel: in 72 Stunden sollten die Arbeiten erledigt sein. Während die Messdiener am Kindergarten Maria Goretti eine Bobbycar-Höchstgeschwindigkeitsstrecke anlegten, gestalteten die Pfadfinder und die Kolpingjugend das Umfeld des Jugendtreff`s 13 neu. Recht zahlreich trafen sich die Jugendlichen am Treff 13. Gab es bislang nur eine triste Rasenfläche, so wird dieser „Garten“ völlig neu gestaltet. Bereits im Vorfeld hatte sich das Organisationsteam um Bernd Windeck, Jonas Kloster, Lars Thesing und Maren Iking mit der Neugestaltung befasst. „Die Idee hierzu kam uns recht spontan“ sagt Maren Iking. Rund acht Wochen Vorlaufzeit waren bis zur Realisierung vergangen. Als erstes musste die alte Pflasterung aufgenommen und erneuert werden. Die triste verputzte Mauer, die das Gelände zur Pankratiusschule abtrennt erhielt einen neuen kräftig grünen Farbanstrich und wurde mit den Emblemen der beiden Gruppen verziert; Sitzgelegenheiten wurden gebaut und eine Feuerstelle errichtet. Die dabei entstandenen Kosten konnten durch Sachspenden einiger ortsansässiger Geschäftsleute kompensiert werden. „Auch konnten wir eine Geldspende der Kolpingfrauen, aus den „Shopping Lady`s“ gut gebrauchen“ freut sich Pfadfinderin Lena Hessing. Die Messdiener legten am katholischen Kindergarten „Maria Goretti“ in Gescher Hand an. Mit rund zwanzig Helfern und Helferinnen gingen sie an den Start. Die beiden „Bauleiter“ Thomas Kemper und Dominik Sandscheper konnten sich auf ihr Team verlassen. „Wenn am Montag die Kinder wieder in ihre KiTa kommen, werden sie die Außenanlagen nicht wiedererkennen“, ist sich Anna Paskert sicher. Neu ist die Bobbycar-Strecke im Garten der KiTa. „Später wird ein Hochbeet mit verschiedenen Kräutern und Pflanzen noch hinzukommen“, erklärt Thomas Kemper. Bei dieser Aktion kam den Messdienern der ihnen verliehene Klimaschutzpreis , der mit 300 Euro dotiert war, recht. Mit dem Preisgeld kommen wir „ein gutes Stück weiter“ sind sich die Messdiener einig.. Mit ihren Vorhaben nehmen die jungen Leute an der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BdKJ) teil, bei der die verschiedensten Projekte innerhalb kurzer Zeit realisiert werden. Hierzu opfern sie ihre Freizeit und engagieren sich ehrenamtlich „Wir orientieren uns an dem Motto „die Welt ein Stückchen besser machen“, erklären Lena Hessing (DPSG), Bernd Windeck (Kolpingjugend) und Timo Efing (Messdiener) unisono Nach intensiver und auch schweißtreibender Arbeit konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Pfarrer Hendrik Wenning ließ sich als „Hausherr“ davon gern überzeugen. Am Sonntag weihte er die neuen Anlagen im Beisein der zahlreichen Helfer ein. Einen „Extra-Tropfen“ Weihwasser erhielt dabei der von der Kolpingjugend gepflanzte Baum, der für Beständigkeit steht, wie M. Iking sagt. Dieser wurde aus Anlaß der 72-Stunden-Aktion vom Diözesanverband gestiftet und wird in den Sommermonaten sicher Schatten bieten. Sofort eingeweiht wurde die neu errichtete Feuerstelle. Denn bei Spiel,Spaß, Grillwurst und gekühlten Getränken wurde das Ergebnis der 72-Stunden-Aktion gebührend begangen. Pfarrer Wenning zeigte sich begeistert von dem Engagement der Jugendlichen. „Es ist schon toll, was die jungen Menschen in dieser kurzen Zeit geschafft haben!“