Pfarrer Schüttert feiert Diamantenes Priesterjubiläum

Hochamt am Sonntag (24. Febr.) um 9.30 Uhr

„Ad sum – Hier bin ich!“ so umschreibt Pfarrer Hendrik Wenning das Priesteramt seines Amtsbruders Karl Schüttert, der am Sonntag das Diamantene Priesterjubiläum feiern durfte.

Vor sechzig Jahren wurde Pfarrer Karl Schüttert em. vom damaligen Bischof Michael Keller zum Priester geweiht. Voller Dankbarkeit beging er gemeinsam mit der Pfarrgemeinde St. Pankratius und St. Marien dieses Jubiläum. In Konzelebration feierte der Jubilar gemeinsam mit Pfarrer Hendrik Wenning und Pfarrer Karl Wensink einen feierlichen Dankgottesdienst, der vom Kirchenchor unter der Leitung von Kantor Reinhard Mensing musikalisch begleitet wurde.

„Ad sum – hier bin ich!“ unter diesem Motto war Karl Schüttert vor sechzig Jahren bereit, der Kirche, Gott und vor allem den Menschen zu dienen. Dabei verstand er es, so Wenning in seiner Festpredigt, seine menschlichen, organisatorischen und intellektuellen Fähigkeiten einzubringen. Eindringlich warb Wenning für das Priesteramt. „Priester und Pfarrer zu sein ist einer der schönsten Jobs, die man sich vorstellen kann!“ sagte er. Doch müsse die Gemeinde ihr übriges tun um den Beruf attraktiv zu machen; dazu gehöre es, ein für beide Seiten passendes Klima zu schaffen. „Ohne Priester wird es keine Kirche geben!“ warnte er. „Wieviele Sakramente, Taufen, Trauungen und nicht zuletzt Sterbesakramente mag Pastor Schütttert gespendet mag Pfarrer Schüttert“ stellte er die Frage in den Raum „Hochgerechnet hat er mehr als 20.000 heilige Messen gefeiert! - Ja, sie dürfen nachrechnen!“ so Wenning Dreifachen Dank sprach Wenning dem Jubilar aus: „Im Namen Gottes, im Namen der Kirche und vor allem im Namen der Gemeinde“.

Für den Pfarreirat sprach Ute Kröger-Schlemmer Dank für die vielfältigen Aufgaben, die Schüttert immer noch übernimmt, aus. Sie bezeichnete den Priester unter dem Applaus der Gemeinde als „guten Hirten im Garten Gottes“. „Mit einem solchen Jubiläum hat man nicht viel zu tun“ schmunzelt der 87-jährige Priester. „Es kommt einfach!“ Unzählige Hände hatte der emeritierte Pfarrer im Haus der Begegnung zu schütteln. Bei einem Empfang hatte nicht nur die Familie sondern auch die Pfarrgemeinde sowie zahlreiche Gäste aus Rhede die Gelegenheit, dem Priester zu seinem Jubiläum zu gratulieren. Karl Schüttert wurde 1932 in Stadtlohn geboren. Schon als junger Schüler hatte er den Wunsch, Priester zu werden. Dazu jedoch war das Abitur erforderlich. „Als Stadtlohner gab es nur die Möglichkeit entweder in Coesfeld oder in Borken das Gymnasium zu besuchen“ erinnert sich Schüttert, doch die „Fahrerei mit dem Pängelanton“ stießen bei seinen Eltern auf keine Gegenliebe. Schließlich fand sich eine Lösung: er lebte bei seinem Onkel in Krefeld und besuchte dortr das Gymnasium Abitur. Jetzt war der Weg für die Zukunft frei. In Münster und Innsbruck studierte er Theologie.

Noch heute erinnert er sich an seinen, aus den Medien bekannten Professor Karl Rahner. Zurück im Münsterland empfing Karl Schüttert im Jahr 1959 durch Bischof Michael Keller die Priesterweihe. Nach mehreren Kaplanstellen u.a. in der Pfarre St. Josef in Selm und als Vikar in Laer wurde er Pfarrer an der Pfarrkirche St. Gudula in Rhede. Mehr als vierzig Jahre stand er der Pfarrgemeinde als leitender Pfarrer vor. Altersbedingt wurde er auf eigenen Wunsch 2007 emeritiert (altersbedingte Befreiung von Amtpflichten). Als Alterssitz wählte er die Glockenstadt. Gern übernahm er noch seelsorgerische Arbeiten und feierte regelmäßig die hl. Messe. „Hier fühle ich mich wohl und zuhause“ sagt der 87-jährige, der auch heute noch die Gelegenheit wahrnimmt, unter anderem im Altenwohnheim tätig zu sein oder auch in der Pfarrkirche die Hl. Messe zu feiern.

Fotos F.J. Schulenkorf