Ökum. Gottesdienst zum Erntedank

 

Vom Wetter ließen sich die Gescheraner nicht abhalten und so konnte der Oberpräsident der Nachbarschaften Werner Bönning am Samstag mehr als 100 Gäste auf dem Museumshof begrüßen. Sie kamen, um den traditionellen ökumenischen Gottesdienst mitzufeiern. Fahnenabordnungen der verschiedensten Nachbarschaften bildeten dabei eine herrliche Kulisse. Zum Schutz vor dem immer wieder einsetzendem Regen hatte der Heimatverein vorsorglich Zelte aufgebaut.

Seit fast zwanzig Jahren lädt der Oberpräsident die Nachbarschaften zu diesem ökumenischen Gottesdienst, der immer am Tag vor dem Erntedankfest fällt, ein. Erstmalig, so Pfarrer Rüdiger Jung von der evangelischen Kirchengemeinde, hatte man mehr Liederzettel als benötigt. Dennoch waren er als auch Diakon Hubert Borgert über die große Beteiligung überrascht. In seiner Ansprache betonte Borgert, dass es im Grunde heute schwerfalle, „Ernte-Dank“ zu feiern, seien doch alle Lebensmittel, Früchte, Obst jederzeit in den Supermärkten in Fülle erhältlich. Er denke dabei nicht nur an die schwere Erntearbeit, sondern auch auch die Pflanzzeit z.B. der Reis- und Kaffeebauern, die trotz der harten Arbeit kaum ihre Familien ernähren könnten. Gerade jetzt sei der Kaffee auf dem Weltmarkt, auf dem Rücken der Bauern, so günstig wie noch nie. In den Fürbitten wurde dementsprechend insbesondere der Lebensmittelproduzenten, sprich den Landwirten gedacht. die in den Medien immer wieder als „Klima- und Umweltkiller“ dargestellt werden.

Musikalisch gestasltet wurde der Gottesdienst durch Gudrun Brands, die sich mit ihrem musikalischen Können immer wieder bei dieser Feier einbringt. Fotos F.J. Schulenkorf