"Messa di Gloria" von Puccini

Beeindruckendes Konzert unter der Leitung von Kantor Reinhard Mensing in der Pankratius-Kirche

 

Stehende Ovationen spendeten die Besucher den Musikern des Konzertes „Messa di Gloria“. In der vollbesetzten Pankratiuskirche erlebten sie ein Konzert der Extraklasse.

Seit zwei Jahren bereitet sich der Kirchenchor St. Pankratius unter der Mitwirkung des Jakobichores Coesfeld unter der Gesamteitung von Kantor und Chorleiter Reinhard Mensing auf dieses Konzert vor. Musikalische Unterstützung fanden die knapp 100 Sänger im Euregio Projekt Orchester, das mit vierzig Streichern, Bläsern und Trommlern vertreten war.

„Gott zur Ehre und dem Menschen zur Freude!“ so umschrieb treffend Hausherr Pfarrer Hendrik Wenning das Konzert. „Was ist das für ein Einsatz, ein Engagement der Musiker, sich auf ein solches Konzert vorzubereiten?“ stellte er die Frage in den vollbesetzten (Kirchen-) Raum. Der Komponist Puccini entstammt einer großen Musikerfamilie, wusste Mensing zu berichten. Bei den zwölf von Puccini komponierten und bekannten Opern sei es etwas verwunderlich von ihm die „Messa di Gloria“ geschrieben zu wissen. „Wie passt Puccioni nur zur Kirchenmusik?“ So sei er auch von den Mitgliedern des Chores zunächst verdutzt angeschaut worden. „Wir schaffen das!“ waren sich die Sänger unter dem Vorsitzenden Matthias Lütjann einig und so machte man sich bereits vor zwei Jahren an die Proben. Je näher das Konzert kam, um so intensiver wurde geprobt. Immer wieder traf man sich in Coesfeld oder Gescher zu gemeinsamen Proben. Mit dabei die Stimmbildnerin Corinna Bilke, die versuchte, „den letzten Schliff“ zu geben.

Man hätte die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören, als Reinhard Mensing das Konzert in der illuminierten Pfarrkirche eröffnete. Der gesamte Altarraum wurde von den knapp 140 Musikern ausgefüllt. Dabei brillierten die beiden Solisten Maximilian Kramer (Barriton) und Lothar Blum (Tenor) Nicht enden wollender Applaus war der Dank des begeisterten Publikums. „Es war einfach nur schön“ meinte Mia Wies und damit sprach sie wohl allen Besuchern aus dem Herzen. Den Termin für dieses Konzert hatte man bewusst gewählt, war doch am Freitag das Fest der Hl. Cäcilia, Patronin der Sänger und Musiker. Ein großes Lob verbunden mit einem Blumenstrauß sprach der Vorsitzende dem Chorleiter aus. „Mit diesem Konzert haben wir ein Geschenk an Sie, an unsere Zuhörer gemacht, und das ist uns gelungen!“ resümierte Lütjann.

Zum Finale lud er die Besucher ein, mit einzustimmen in das populäre Abendlied „Du lässt den Tag, o Gott nun enden“. Nicht enden wollender Beifall des Publikums, das selbst aus den nahen Niederlanden angereist war, war das größte Lob und der Dank an die Musiker.

Fotos F.J. Schulenkorf