Neuer Schwestern-Konvent in Gescher

„Mit großer, großer Freude dürfen wir heute in Gescher ein Schwesternkonvent“ eröffnen, so Pfarrer Hendrik Wenning in der Vorabendmesse am vergangenen 1. Adventswochenende.

Unter dem Applaus der Gottesdienstbesucher wurden die aus Indien stammenden Nonnen in der Glockenstadt willkommen geheißen. Dank sprach der Pfarrer dem Bischof Felix Genn in Münster aus, der dem Ansinnen stattgab und die Eröffnung des Konvents gern bewilligte.

Somit gibt es seit 2006, als die letzten „Schwestern unserer Lieben Frau“ Gescher verließen, wieder eine Schwesterkongregation in der Glockenstadt. Sie seien Zeichen der Hoffnung für Gescher, so Wenning. „Im Namen der Gemeinde heiße ich Sie willkommen und freue mich darauf mit Ihnen zu arbeiten, zu leben und zu beten“, so der Pfarrer.

In einer kleine Prozession zogen Pfarrer Wenning, Pastor Jacob, Pater Sebastian, die Messdiener voran sowie die drei Schwestern, die dem Orden der „Töchter Mariens“ angehören, zu ihrem Domizil an der Hauptstraße. In Anwesenheit einiger Gäste segnete der Pfarrer nicht nur die Wohnräume, sondern vor allem den spartanisch ausgestalteten Gebetsraum. Schwester Shery Sam (Foto ganz links) lebt seit 18 Jahren in Deutschland und absolvierte eine Ausbildung zur Altenpflegerin. Ihre Kenntnisse wird sie ab sofort im Altenpflegeheim St. Pankratius umsetzen. Eine zweite Schwester befindet sich noch in der Ausbildung, wird sich aber auch in den Dienst der Altenpflege stellen. Wie Schwester Shery Sam sagte, freuen sich die Nonnen auf die neue Herausforderung. Man habe bereits einige Kontakte geknüpft und trotz der Entfernung zur indischen Heimat fühlten sie sich in Gescher gut aufgehoben. Mit dazu trägt bestimmt auch die Gegenwart von Pastor Jacob und Pater Sebastian zu, die ebenfalls aus Indien stammen.

Wenn auch zunächst „nur“ zwei Ordensschwestern in dem kleinen Konvent leben, so ist eine Erweiterung nicht ausgeschlossen.

Fotos F.J. Schulenkorf