Sternsingeraktion 2020

230 Sternsinger machten sich am Sonntag auf den Weg

 

 „Wir sind stolz auf euch!“ rief Barbara Thien, eine der Organisatorinnen der Sternsingeraktion den mehr als 200 Jungen und Mädchen entgegen, die sich als Sternsinger engagieren. In diesem Jahr steht der Libanon im Vordergrund der Hilfsaktion. Dabei wurde die Gesamtsumme von insgesamt 23.000 Euro erzielt. Darüber freut sich nicht nur Pfr. Wenning, sondern auch das Organisationstem.

Rappelvoll war die St. Pankratius-Kirche, als sich am Sonntagmorgen in einem Aussendungs-Gottesdienst 232 als Könige verkleidete Jungen und Mädchen trafen. Sie engagieren sich für das weltweit größte Hilfswerk „von Kindern für Kinder“. Mit dabei natürlich viele Eltern, die ihre kleinen Könige begleiteten. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“, sangen sie zu Beginn des Gottesdienstes, der musikalisch von Dirk Füchtmann am Klavier begleitet wurde. „Hier sind ganz viele Menschen versammelt !“ freute sich Pfarrer Hendrik Wenning.

Bevor die kleinen Könige von Haus zu Haus zogen um den Weihnachtssegen in die Häuser zu tragen, segnete Wenning nicht nur die Kreide, mit der der Segenswunsch 20*C*M*20 (Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus) an die Haustüren geschrieben wird, sondern vor allem die 230 Sternsinger. „Ihr seid ein Segen für die Gescheraner Bevölkerung, wenn sie sich über euren Besuch freut!“, so Wenning. „Segen bringen – Segen sein“ lautete das Motto.

Während in anderen Gemeinden händeringend nach engagierten Jungen und Mädchen gesucht wird, kann sich das Sternsinger-Organisationsteam über eine in den letzten Jahren stabile Sternsingerzahl freuen, so Barbara Thien. Dank sprach sie den Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 14 Jahren aus, die sich für diese Aktion einsetzen. „Es war sicherlich nicht leicht, wenn an einem Sonntagmorgen bereits um sieben Uhr der Wecker geht und man aufstehen muss“ sagte sie. Mit Sammeldose, Kreide und Aufklebern ausgerüstet starteten die einzelnen Gruppen mit Caspar, Mechior, Baltasar und nicht zu vergessen dem Sternträger um Geschers Bevölkerung zu besuchen und um eine Spende zu bitten. Nicht immer stießen sie auf Verständnis, doch das waren lediglich Ausnahmen. Lennard Rossberg, David Lütjann und Thea Essling sind zum zweiten Mal als Sternsinger unterwegs. „Wir freuen uns, wenn wir anderen Kindern durch unsere Aktion helfen können“ begründen sie ihr Mittun. Nebenbei schauen sie dabei aber auch auf die süßen Spenden der Gescheraner. Doch wurden sie bei dem diesigen Wetter auch schon mal auf einen warmen Kakao in die warme Stube geladen. Gegen Mittag sind fast alle Bezirke „abgearbeitet“.Im Haus der Begegnung werden die Sternsinger bereits erwartet. Bei Nudeln mit Bolognese können sich die Sänger und Sängerinnen stärken bevor es weiter oder bestenfalls nach Hause geht. Noch einmal hatten die Sternsinger „ihren“ Auftritt, als am Abend gemeinsam mit der Gemeinde der Dankgottesdienst in der Pfarrkirche gefeiert wurde. Dank gebührt nicht nur den Sternsingern, so Pfarrer Wenning, sondern auch dem zehnköpfigen Organisationsteam, den Eltern, die ihre Kinder zu dieser Aktion anhalten und auch den Fahrerinnen und Fahrern, die die Sternsinger in den Außenbezirken von Haus zu Haus fahren.

Die Sternsingeraktion gibt es seit dem Jahr 1959 und ist weltweit die größte Hilfsaktion „von Kindern für Kinder!“ Im Fokus der diesjährigen Aktion stand das Libanon. „Ein wichtiges Ziel ist es, Frieden und Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion im Libanon zu fördern“, so Wenning. Das Dreikönigssingen 2020 zeige den Sternsingern, wie wichtig es ist, friedlich und unvoreingenommen miteinander umzugehen. Sie zeigt auch, dass Kinder und Jugendliche selbst aktiv zu einem friedlichen Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion beitragen können. Bundesweit beteiligen sich rund 300.000 Jungen und Mädchen an dieser Aktion.

(Text u. Fotos: FJS)