Goldenes Priesterjubiläum von Pfr. Karl Wensink

Unzählige Hände hatte Pfarrer Karl Wensink am Wochenende zu schütteln, Hände von Mitmenschen, die zu seinem „Goldenen Priesterjubiläum“  gratulieren wollten.  Hierzu hatte die Pfarrgemeinde St. Pankratius und St. Marien in „Pastor`s Garten“  zu einem Stehempfang geladen.Zuvor wurde in der Pfarrkirche ein Festgottesdienst gefeiert.

 

Über mehrere Stationen, wie Coesfeld, Duisburg oder Nottuln kam der heute 77-jährige nach seiner Pensionierung in die Glockenstadt, wo er seit zehn Jahren  der Bischöflichen Stiftung als Seelsorger vorsteht.. Für die Pfarrgemeinde St. Pankratius und St. Marien war diese Berufung des  Priesters eine Bereicherung, wie Pfarrer Hendrik Wenning betonte.  Von Anfang an brachte sich der „Unruheständler“ in die Gemeinde ein. So stand und steht er bei Messfeiern, Trauungen, Taufen, Beerdigungen  und anderen seelsorgerischen Tätigkeiten zur Verfügung. Gewürdigt wurden seine vielfältigen Tätigkeiten mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche. Es sollte aber nicht nur ein Festgottesdienst, sondern vielmehr ein Dankgottesdienst sein, wie Wensink sagte. Besonderen Dank sprach er all denen aus, die ihn im „auf und ab“ der fünfzig Priesterjahre zur Seite gestanden hätten. Dabei habe er unzählige Menschen kennengelernt,. „Es geht mir darum, Menschen zu berühren und mich berühren zu lassen“, so der Jubilar.

 

Unter dem großen Gesamtthema „Dient dem Herrn mit Freude“ stand die Festansprache von Dr. Detlef Ziegler, Pfarrer an der St. Lamberti-Kirche in Münster. Er beschwor seine Zuhörer der „aufregenden Welt“ nicht mit Resignation und Pessimismus zu begegnen. „Nicht nur wir Priester haben den Auftrag eine offene Kirche zu sein!“, sagte er. Karl Wensink, in den „wilden 68er Jahren“ zum Priester geweiht, habe als „Konzilspriester“ Generationen geprägt und begeistert. Selbstkritisch ging er mit dem Kurs von Papst Johannes Paul II. Und Papst Benedikt um. „Die Kirche darf die Menschen nicht hindern in ihrer eigenen Freiheit zu leben, egal mit wem, wo und wie sie leben wollen!“, so Dr. Ziegler, der für seine Predigt einen langanhaltenden Applaus erntete.

 

Applaus gab es aber auch  am Ende des Gottesdienstes für Pfr. em. Karl Wensink, der es in den zehn Jahren in Gescher eine große Beliebtheit erfahren und viele Freunde gefunden hat.

 

„Ich will keine Gratulantenschlange“ und so bemühte sich Wensink jeden einzelnen Gast in Pastor`s Garten anzusprechen. Und an Gästen fehlte es bei dem herrlichen Sommerabend nicht.  Eine Gruppe musste er besonders grüßen: die KfD, deren Präses er seit einigen Jahren ist. Die Frauengemeinschaft hatte ein ganz persönliches Präsent dabei. Als Teamsprecherin übereichte Maria Gremm eine Stola auf der der Schriftzug KFD-St. Pankratius und St. Marien eingestickt ist.

 „Der Dank gilt Gott, der mich bis hier getragen hat!“ - so Jubilar Pfr. Wensink.

 (Text und Fotos: F.J. Schulenkorf