Gräberfeld für "Sternenkinder"

Der Künstler Norbert Then wird die Gedenkstätte gestalten. Über 1000 Euro an Spendengeldern fehlen noch.

"Sternenkinder" werden Kinder genannt, die vor, während oder unmittelbar nach der Geburt sterben. Auch für diese Kinder, für die auf Wunsch der Eltern seit Mai 2013 eine Geburtsbescheinigung ausgestellt wird, soll nun auf dem Gescherer Friedhof ein gestaltetes Gräberfeld ausgewiesen werden.

Heike Ebbert-Brüggemann von der evangelischen Kirchengemeinde und Maria Göring-Kemper von unserer Pfarrgemeinde haben sich in ökumenischer Gesinnung für dieses Ziel eingesetzt. In Kooperation mit dem ehemaligen Bürgermeister Hubert Effkemann und dem im letzten Jahr neu gewählten Bürgermeister Thomas Kerkhoff konnte eine attraktive Fläche mit einer wunderschönen Rotbuche gefunden werden, die die Stadt den trauernden Eltern kostenlos für die Bestattung der "Sternenkinder" zur Verfügung stellen möchte.

Auf der Suche nach einer künstlerischen Gestaltung des Feldes ist man auf Norbert Then aus Stadtlohn aufmerksam geworden. Der Inhaber der Stadtlohner "Kunstklärwerkes" sieht auf dem Gräberfeld eine Kugel vor, die Spektrallichter auf die Umliegenden Gräber wirft. Die Kugel könne daher als Symbol des Lebens verstanden werden, von dem auch die viel zu früh gestorbenen Kinder nicht unberührt blieben. - Dieser Vorschlag entspricht auch der Vorgabe, dass die Gestaltung nicht in erster Linie nach religiösen Kriterien erfolgen solle. Schließlich sollen alle Eltern, ob sie nun Christen, Muslime oder ohne religiöse Anbindung sind, sich mit dieser Stätte identifizieren können.

Den Großteil der Kosten für das Kunstwerk übernimmt freundlicherweise die Bürgerstiftung Gescher. Dennoch müssen noch mehr als 1000,00 Euro über Spenden zusammenkommen, um die Schlussrechnung begleichen zu können.

Das Büro der evangelischen Kirchengemeinde und unser Pfarrbüro nehmen gerne Spenden für diesen Zweck an. Dort werde auch steuerabzugsfähige Spendenquittungen ausgestellt.

Für Rückfragen stehen Maria Göring-Kemper (Tel. 7433) und Heike Ebbert-Brüggemann (Tel. 4781) gerne zur Verfügung.