Sorgenvolle Blicke richtete Pfarrer Wenning und ihm alle Verantwortlichen gen Himmel. Sollte die geplante Fronleichnamsprozession aufgrund der Witterung ausfallen? Der Wetterbericht verhieß nichts gutes. Doch dann zogen die Wolken ab und man konnte die Prozession durch die Straßen der Glockenstadt begehen. Erst im allerletzten Moment wurde der Segensaltar an der Schützenstation von der Throngemeinschaft der St. Pankratiusschützengilde hergerichtet, wie Präsident Peter Schmitz berichtet. Gleiches galt auch für den Altar am Ehrenmal, der von den Nachbarn errichtet wird.
An Fronleichnam feiern Katholiken die bleibende Gegenwart von Jesus Christus im Sakrament der Eucharistie (Brot und Wein). Der Begriff stammt aus dem Mittelhochdeutschen („vron“ = Herr, „licham“ = lebendiger Leib) und bedeutet übersetzt „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ Das Fest erinnert an das letzte Abendmahl. Nach katholischem Glauben ist Jesus Christus nach der Wandlung in der geweihten Hostie (dem Brot) real anwesend. Es geht auf eine Vision der heiligen Juliana von Lüttich im Jahr 1209 zurück und wurde 1264 von Papst Urban IV. als allgemeines Kirchenfest eingeführt. Das Fest ist besonders für seine prachtvollen Prozessionen bekannt. Dabei trägt ein Priester die geweihte Hostie in einer kostbaren Monstranz durch die Straßen.
Zuvor war in der Pfarrkirche ein Festgottesdienst gefeiert worden, der als Schützenmesse der St. Johannes Schützengilde Estern begangen wurde. Musikalisch wurde der gottesdienst vom Kirchenchor untermalt.
